Zeitung Heute : Die Star-Werdung der Gentry Lane

Der Tagesspiegel

Sind Sie nervös?

Ja, sehr. Ich habe furchtbare Angst, dass ich heute als Gast in der Harald Schmidt Show über meine eigenen Worte stolpere oder ihn anniese oder sonst irgendwas.

Was haben Sie eigentlich gedacht, als Schmidt in seiner Show auf Ihre Website gestoßen ist?

Ich war verblüfft, dass die Leute meine Tagebuch-Website so interessant finden. Ich würde lügen, wenn ich nicht sagen würde, dass ich diese Aufmerksamkeit liebe.

Kannten Sie Harald Schmidt überhaupt? Können Sie in Paris deutsches Fernsehen schauen?

Ich hatte von ihm gehört, habe ein paar Freunde in Deutschland. Die Show hatte ich allerdings noch nicht gesehen, bis die Redaktion mir ein Video zusandte.

Nun verrät Ihre Website ja nicht allzu viel über Sie. Sie sollen mit 25 viel Geld in der Computerindustrie verdient und Sex mit vier Personen gehabt haben, die Sie über das Tagebuch kennen lernten. Was bezwecken Sie außerdem mit Ihrer Homepage?

Als ich das Online-Tagebuch startete, wollte ich es mir einfacher machen, in Kontakt mit meinen Freunden in der ganzen Welt zu bleiben. Jetzt muss ich nicht mehr jedem eine E-Mail schreiben.

Klicken nun mehr Leute auf Gentry Lane?

Es waren 400 Besucher täglich, vor Harald Schmidt. Jetzt habe ich 2000 Besucher und 18 000 Seitenaufrufe. Das Dumme ist nur: Jetzt muss ich noch ein bisschen besser auf meine Sprache aufpassen, meinen Stil.

Das Internet hat viele schon berühmter gemacht. Im Fernsehen müssen Sie live zeigen, was Sie wirklich drauf haben.

Deswegen bin ich ja so aufgeregt. Ich glaube, ich werde bei Schmidt kein Wort deutsch sprechen. Mein Akzent ist furchtbar.

Das Interview führte Markus Ehrenberg.

Gentry Lane im Internet: http://members.diaryland.com/edit/view.phtml?user=freuds-fave

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