Zeitung Heute : Die USA, Afghanistan und der Irak

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25. Oktober 2001: Der USA Patriot Act wird vom Kongress mit großer Mehrheit verabschiedet. Das Bundesgesetz gibt der nationalen Sicherheit Vorrang vor der individuellen Freiheit, es beschneidet zum Beispiel den Schutz vor willkürlicher Durchsuchung und Verhaftung sowie das Recht auf ein schnelles und öffentliches Gerichtsverfahren.

26. November 2002: Gründung des Heimatschutzministeriums . Die Neuordnung von 22 ehemals eigenständigen Behörden wie Einwanderungs/Zollbehörde und Küstenwache zur Behörde mit mehr als 170 000 Beschäftigten gilt als größter Umbau der Bundesverwaltung seit dem Beginn des Kalten Kriegs.

Vom 26. Oktober 2005 an müssen sich USA-Reisende aus Deutschland und 26 anderen Ländern, die kein Visum für Amerika brauchen, bei der Einreise mit einem Pass ausweisen, auf dem Daten wie digitale Fingerabdrücke , Gesichtsgeometrie und Iris gespeichert sind.

AFGHANISTAN

7. Oktober 2001: Die Operation „Enduring Freedom“ beginnt. Als Kriegsziel genannt: die Ergreifung Osama bin Ladens, den die Amerikaner als Kopf des Terrornetzwerks Al Qaida für die Anschläge verantwortlich machen.

22. Dezember: Vereidigung der neuen Regierung. Präsident wird Harmid Karsai, der dieses Amt bis heute ausübt.

5. September 2002: Karsai übersteht einen Anschlag. Kurz zuvor starb der Vizepräsident bei einem Attentat.

Am 9. Oktober 2004 wählen die Afghanen einen neuen Präsidenten. Wegen der sich verschlechternden Sicherheitslage ist der Termin bereits zwei Mal verschoben worden.

Status quo: Etwa 75 Prozent der weltweiten Opiumproduktion stammt von afghanischen Mohnfeldern, beim aus Opium hergestellten Heroin liegt der Anteil sogar bei 90 Prozent.

IRAK

20. März 2003: Knapp zwei Stunden nach Ablauf des Ultimatums an Saddam Hussein beginnt der Dritte Golfkrieg mit einem amerikanischen Luftangriff auf Bagdad.

9. April: Fall Bagdads. US-Soldaten und Iraker stürzen symbolisch eine Saddam-Statue am Hotel Palestine. Es kommt zu ersten Plünderungen.

1. Mai: Präsident Bush erklärt in einer Rede auf dem Flugzeugträger „Abraham Lincoln“ vor der Küste Kaliforniens den Krieg für beendet .

22. Juli: Die beiden Söhne Saddams, Udai und Kusai Hussein, werden im Norden des Landes von amerikanischen Soldaten getötet.

13. Dezember: Saddam Hussein wird in einem gemauerten Erdloch 15 Kilometer südlich von Tikrit festgenommen.

Bilanz: Bei den irakischen Soldaten schwanken die Zahlen zwischen 2300 (US-Schätzung) und 9000 Toten. Alleine die USA investierten 62,6 Milliarden Dollar in den Krieg. Die Zahl getöteter US-Soldaten: etwa 1000. dad

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