DIE WEGBEGLEITER : Locker aus der Hüfte

DER PROMINENTE

Der berühmteste Pensionär Deutschlands ist wohl Erwin Lindemann aus dem Loriot-Sketch mit Heinz Meier in der Hauptrolle. Er ist 66 Jahre alt und hat 500 000 Mark im Lotto gewonnen. Nicht geklärt ist, ob die Herrenboutique, die der Papst zusammen mit Lindemanns Tochter in Wuppertal eröffnen wollte, immer noch existiert. Möglicherweise hat Lindemann seinen Lottogewinn nach dem chaotischen Filmdreh, bei dem er sich verhaspelt und als Erwin Lottemann vorstellt, der 500 OOO Jahre alt ist, auch einfach verprasst.

DER CHIRURG

Rentner waren auf ihn zunächst nicht wirklich gut zu sprechen, wollte Philipp Mißfelder ihnen doch an die Hüfte. „Ich halte nichts davon, wenn 85-Jährige noch künstliche Hüftgelenke auf Kosten der Solidargemeinschaft bekommen“, sagte der Chef der Jungen Union 2003 in einem Tagesspiegel-Interview. Es folgte eine heftige und kontroverse gesellschaftliche Debatte. Jetzt haben sich aber alle wieder lieb. Seit Anfang 2008 leitet Mißfelder gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Senioren-Union Otto Wulff den Arbeitskreis „Zusammenhalt der Generationen“ der CDU.

DER SECURITY-CHEF

Nicht weil er so alt war, sondern weil er so lange für sie verantwortlich war, galt

Norbert Blüm als das Gesicht der Rente. Von 1982 bis 1998, also in der gesamten Regierungszeit von Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU), war er Bundesminister für Arbeit und Soziales. Legendär ist sein in feinem hessischem Idiom vorgetragenes Versprechen: „Die Rente ist sicher.“ Aber er war 1995 auch maßgeblich an der Einführung der Pflegeversicherung beteiligt. Kritiker werfen ihm vor, eine Reform des Sozialstaats über Jahre versäumt zu haben.

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