DIE WELT DER MIKROBEN : Bakterien leuchten lassen

Riesige Kolonien schleimabsondernder Bakterien verstopfen als sogenannte Biofilme nicht nur Wasserleitungen, sie sind auch ein gefürchtetes medizinisches Problem, wenn sie Katheder bewachsen oder sich in Wunden einnisten. Über derartige Vorgänge im Mikromaßstab können sich Besucher des Instituts für Biologie während der Langen Nacht der Wissenschaften einen Einblick verschaffen. Und das nicht nur mit dem Mikroskop.

Wissenschaftler der Arbeitsgruppen Mikrobiologie und Protozoologie etwa lassen Interessierte in einer 3D-Show mithilfe von 3D-Brillen in die faszinierende Welt der Mikroorganismen eintauchen: Dort findet man Orte mit komplexer Architektur, eigenen Versorgungsstraßen und einem ausgeklügelten Kommunikationsnetz, die von sesshaften und wandernden Zellen mit grundverschiedenen Lebensstilen bewohnt werden. Wissenswertes rund um Meeresbakterien, denen das Überleben in konzentrierter Salzlake gelingt, präsentiert das Institut gemeinsam mit der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung: Besucher können Bakterien aus den Ozeanen zum Leuchten bringen und deren biotechnologische Anwendung kennenlernen.

Wer sich schon einmal gefragt hat, warum Gebäudeoberflächen manchmal mit einem grauen, grünlichen oder schwarzen Schleier überzogen sind, ist ebenfalls richtig am Institut für Biologie. Spezialisten erklären, was Stein-Mikroben sind, wovon sich Steinläuse ernähren und was sie mit den Gesteinen anstellen, die sie bewohnen. Zudem wird ein Einblick in das Zusammenleben einer einfachen Gesteins-WG gegeben: ein grünes Cyanobakterium und ein schwarzer Pilz, die sich gegenseitig helfen, ihre nährstoffarme Unterlage dauerhaft zu besiedeln.

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