• DIE WELT DES ISLAM DIE WELT DER ZAHLEN UND COMPUTER: Blick in ein anderes Universum Alles über den Koran Das Auto, das alleine fährt

DIE WELT DES ISLAM DIE WELT DER ZAHLEN UND COMPUTER : Blick in ein anderes Universum Alles über den Koran Das Auto, das alleine fährt

Zur Langen Nacht der Wissenschaften am 2. Juni lädt die Freie Universität zum Erleben, Experimentieren und Staunen ein.

Eine ganze Stadt im Raumschiff. Wissenschaftler der Freien Universität zeigen in der Langen Nacht, wie man sich im 20. Jahrhundert außerirdisches Leben vorgestellt hat.
Eine ganze Stadt im Raumschiff. Wissenschaftler der Freien Universität zeigen in der Langen Nacht, wie man sich im 20. Jahrhundert...

Spannung, Spiel und Wissenschaft – in der zwölften Langen Nacht der Wissenschaften am 2. Juni 2012 stehen den Besuchern an der Freien Universität mehr als 500 Projekte in 35 Häusern zur Auswahl. Insgesamt beteiligen sich 91 verschiedene Einrichtungen der Universität. Der Blick in die Zukunft spielt dieses Jahr eine ganz besondere Rolle: Beim ersten „FUtureSlam“ der Freien Universität haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gerade mal zehn Minuten Zeit, um den Besuchern Zukünftiges und Visionäres aus ihrem Forschungsgebiet unterhaltsam und verständlich darzubieten. Am Ende entscheiden die Zuschauer, wer es am besten gemacht hat.

Viel Spaß wartet auch auf die jungen Lange-Nacht-Besucher: Interaktive Spiele und Experimente, eine Nachtwanderung, Wettbewerbe sowie eine Science Rallye durch die Informatik, Mathematik, Physik und das Konrad-Zuse-Zentrum Berlin. Die Schülerlabore öffnen wieder ihre Türen und führen den akademischen Nachwuchs auf unkomplizierte Weise an naturwissenschaftliche Fragestellungen heran: Im „PhysLab“ können physikalische Phänomene spielerisch erkundet werden, ganz nach dem Motto: „100 kleine Experimente zum Selbstmachen – verblüffend und spannend!“ Auch das „NatLab“ präsentiert Experimente und lädt besonders Grund- und Oberschüler dazu ein, mit wissenschaftlichem Gerät zu hantieren und Professoren auszufragen.

Besuchern der Langen Nacht bietet die Universität aber nicht nur Wissenschaft zum Anfassen. Ein Begleitprogramm mit Livemusik, Lesungen und kulinarischen Köstlichkeiten ergänzt den Abend. Im Henry-Ford-Bau spielt die BigBand des Collegium Musicum, weitere Konzerte veranstalten das Institut für Theaterwissenschaft und die Fachrichtung Koreastudien. Alte und neue Musik aus China erklingt im Konfuzius-Institut.

Nach Einbruch der Dunkelheit erstrahlen die Eingänge der Veranstaltungsgebäude wieder in farbigem Licht. Die bereits für die Freie Universität typischen bunten Lichtobjekte illuminieren erstmals auch den Fußweg von der Silberlaube zu den Gebäuden der Naturwissenschaften zwischen Fabeck- und Takustraße.

Fünf Bus-Routen bringen die Besucher vom zentralen Gebäude Habelschwerdter Allee 45 direkt zu allen Veranstaltungsorten, auch zum Botanischen Garten, zum GeoCampus Lankwitz und zum Campus Düppel, der dieses Jahr wieder viel zu bieten hat. Die Tiermediziner informieren dort rund um die Themen Tierernährung, krankmachende Erreger im Stall, resistente Bakterien bei Mensch und Tier, den „Riecher“ des Hundes sowie die Arbeit der Tierpathologen.

Fragen zum Berliner Trinkwasser, zu „virtuellem Wasser“, Wärme und Strom aus tiefen Grundwasservorkommen, klimaangepasster Wasserbewirtschaftung in Berlin, Kristallen und Licht, Seismik und Seismologie sowie Planetologie beantworten die Wissenschaftler des Instituts für Geologische Wissenschaften in Lankwitz.

Die Dahlemer Chemiker stellen die Chemie des täglichen Lebens in den Mittelpunkt. Unter anderem zeigen sie, was sich mit Grillanzünder, Spülmittel, Benzin oder Nagellackentferner alles anstellen lässt. Einen Höhepunkt bildet die schon traditionelle Experimentalvorlesung der Anorganischen Chemie: Dort geht es dieses Mal um die Vielfalt der chemischen Elemente und um die zahllosen spektakulären Reaktionen, die sie untereinander eingehen können, wobei es sehr laut oder sehr leise, sehr hell oder sehr dunkel, sehr bunt, sehr kalt oder sehr heiß zugehen kann.

Aus Platzgründen kann auf diesen beiden Seiten nur ein kleiner Ausschnitt des vielfältigen Lange-Nacht-Programms der Freien Universität präsentiert werden.

Wer mehr wissen möchte, findet das ausführliche Programm mit allen Attraktionen

im Internet

www.fu-berlin.de/langenacht

Der Islam ist eine der drei großen monotheistischen Religionen. Über die Religion hinaus umfasst er aber auch einen Kulturraum, in dem Muslime im Zusammenleben mit einer nichtmuslimischen Umwelt eine Vielfalt von Denk- und Lebensweisen entwickelt haben. Besucher der Langen Nacht können mit Experten über den „arabischen Frühling“, die Rolle des Islam, die aktuelle Situation und die unterschiedlichen Positionen in der arabischen Welt diskutieren.

Die Berlin Graduate School of Muslim Cultures and Societies präsentiert Projekte, die sich mit der inneren Vielfalt des Islam und den Beziehungen von Muslimen zu anderen Religionsgruppen im Mittelalter und in der Gegenwart beschäftigen.

Das Seminar für Semitistik und Arabistik der Freien Universität beschäftigt sich zudem in Kooperation mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) mit dem Koran, der Heiligen Schrift der Muslime. Die Wissenschaftler stellen Ansätze und ausgewählte Ergebnisse der Erforschung der ältesten Koran-Handschriften, der verschiedenen Lesarten, der Beziehung des Korantextes zur kulturellen und religiösen Umwelt sowie zu den literarischen Strukturen vor.

Neben Vorträgen und Diskussionsrunden erwartet die Besucher ein interaktives Quiz zur Welt des Islam, das für Kinder ebenso wie für Erwachsene geeignet ist, eine vokale und kalligraphische Einführung in das arabische Alphabet sowie eine kulinarische Reise in die Welt des arabischen Kaffees.

Vom Labyrinth des Minotaurus über den Rubik-Zauberwürfel bis hin zu Sudoku: Knifflige Spiele begeistern die Menschheit seit der Antike. Am Institut für Mathematik können sich Besucher der Langen Nacht der Wissenschaften mit einer Reihe beliebter Rätsel, Puzzle und „Kopfzerbrechern“ von gestern und heute sowie mit deren mathematischen Hintergründen auseinandersetzen.

Außerdem zeigen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, welche Informationen ein Computer braucht, um einen Gegenstand oder einen Menschen in einem digitalen Modell darzustellen. Solche Modelle sind Grundlage für Figuren in Animationsfilmen und Computerspielen oder für das Formen-Design in Architektur, Kunst und Industrie. In Live-Vorführungen zeigen die Mathematiker, wie ein 3D-Laserscanner reale Gegenstände erfasst, die dann als digitales Objekt im Computer landen.

Um die künstliche Intelligenz geht es am Institut für Informatik . Dort zeigt das Innovationslabor AutoNOMOS sein mit modernster Technik ausgestattetes Versuchsfahrzeug „Made in Germany“, ein Auto, das sich ohne Fahrer durch den Straßenverkehr bewegen kann. Ein Entwickler des Teams stellt Details dazu auch in einem Beitrag beim ersten „FUtureSlam“ der Langen Nacht vor.

Ihre autonomen Fähigkeiten stellen die Fußball-Roboter FUmanoids unter Beweis: Dribbeln und Torschüsse sind für die Vizeweltmeister von 2010 im Roboterfußball kein Problem. Bei den Informatik-Experten können sich Smartphone-Nutzer über gefährliche Sicherheitslücken informieren und ausprobieren, wie das eigene Handy Nachbartelefone entdecken kann. Experimente mit der Wärmebildkamera demonstrieren die Wissenschaftler des Fachbereichs Physik. Sie gehen damit etwa den Geheimnissen von Gemälden auf den Grund, ohne die Farbschichten zu zerkratzen.

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