Zeitung Heute : Die Weltorganisation für intellektuelles Eigentum tritt für den Schutz des Urheberrechts im Internet ein

Der Schutz von Urheberrechten im Internet muss nach Ansicht von Experten weltweit einheitlich geregelt sein. In Entwicklungsländern sei der Markenschutz genauso wichtig wie in Industrieländern, hieß es am Dienstag auf einer Konferenz der Weltorganisation für intellektuelles Eigentum (Wipo) in Genf. Wenn etwa in Afrika billige Raubkopien internationaler Musikstars nicht mehr zu bekommen seien, boome das Geschäft der einheimischen Musikindustrie, sagte US-Handelsminister William Daley.

Problematisch sei vor allem die Registrierung von Internet- Adressen. Bislang sei kein Unternehmen davor geschützt, dass jemand anders den Firmennamen als Internet-Adresse registrieren lässt. "Das sind Cyber-Hausbesetzer", sagte Daley in Genf. Die Wipo habe daher einen Verhaltenscodex vorgeschlagen. Adressen sollen nur noch registriert werden, wenn der Antragsteller versichert, dass er den Namen guten Glaubens verwendet. Im Falle von Klagen soll er sich bereit erklären, sich dem Urteil einer Schiedskommission zu unterwerfen.

Aufgabe der Wipo ist es, den Schutz von Marken- und Urheberrechten zu fördern. Dazu werden unter anderem Mustergesetze für Mitgliedsländer vorbereitet. Außerdem hilft die Organisation bei der Einrichtung von nationalen Markenschutzämtern und veranstaltet Informationsseminare in aller Welt.

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