Zeitung Heute : Die Zehlendorfer Kunstmeile bietet wieder überraschende Einblicke

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Leuchtend gelbe Schilder in vielen Schaufenstern rund um den Teltower Damm weisen darauf hin: Die Einkaufsstraßen sind wieder zur Kunstmeile geworden. Passend zu flauschigen Schlafanzügen hängen Blumenaquarelle im Dessous-Laden, Designer-Brillen werden durch Terrakotta-Figuren zur Kunst erhoben und neben Ingwer-Dominosteinen steht ein Magnolien-Gemälde. Schon zum siebten Mal findet die Kunstmeile statt, in diesem Jahr stellen 54 Künstlerinnen und Künstler in 48 Geschäften und Banken aus. Zu Preisen zwischen 30 und 2400 Mark können die Kunstwerke erstanden werden.

Die Idee hat sich bewährt: Die Künstler haben die Möglichkeit, ihre Werke zu zeigen, die Geschäftsleute bekommen eine zusätzliche Attraktion, und das Publikum kann "spontan und unerwartet" mit Kunst in Kontakt treten. Vor sechs Jahren sei das noch anders gewesen, erzählt Cornelia Dannenberg vom Zehlendorfer Amt für Kunst. Da musste sie einzeln von Geschäft zu Geschäft laufen und Überzeugungsarbeit leisten. Doch inzwischen sind viele Läden - und auch Künstler - seit Jahren dabei und verabreden untereinander, wer an welchem Ort ausstellen wird.

Die Kunstmeile wird am heutigen Donnerstag mit Live-Musik ab 18 Uhr im "Ratskeller Zehlendorf" in der Martin-Buber-Straße 6 eröffnet. Sie läuft bis zum 26. November Teltower Damm und der Clayallee sowie in der Berliner, Potsdamer, Martin-Buber- und Onkel-Tom-Straße.

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