Zeitung Heute : „Diese Entscheidung gibt uns Rückenwind“

Für die Opposition ist Schröders Schritt eine Bankrotterklärung, die Genossen begrüßen ihn als positives Signal. Reaktionen

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„Erst mal sind wir alle überrascht. Aber dann stelle ich fest: Die SPD bewegt sich, sie verharrt nicht in der Situation. Das sind positive Signale auch für die Landtagswahl im September bei uns in Sachsen.“Thomas Jurk,

SPDFraktionschef im sächsischen Landtag

„Ich begrüße die Entscheidung über den Wechsel an der SPD-Spitze. Gerhard Schröder hat sich in der Doppelfunktion als Bundeskanzler und Parteivorsitzender in einer extrem schwierigen Situation befunden. Franz Müntefering hat mehr Möglichkeiten und mehr Zeit, die Basis in dem schwierigen Reformprozess, der unvermindert weitergehen muss, mitzunehmen. Schröder hat die Richtlinienkompetenz, und man muss ihm zugestehen, dass er weiß, was er zu tun hat.“Manfred Püchel,

SPD-Landesvorsitzender in Sachsen-Anhalt

„Die Entscheidung, Müntefering zum Parteivorsitzenden vorzuschlagen, ist eine innerhalb der SPD. Wir sind sicher, dass wir zusammen mit Bundeskanzler Schröder, Müntefering und der SPD die Arbeit der Koalition erfolgreich fortsetzen werden.“Krista Sager, Katrin Göring-Eckardt,

Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Grünen

„Das ist das Eingeständnis, dass die unsoziale Politik der SPD gescheitert ist. Die Regierung hat Alte, Arme, Kranke und Arbeitslose zur Kasse gebeten, während Unternehmen und Spitzenverdiener entlastet wurden. Jetzt ist es Zeit für die SPD, sich vom neoliberalen Kurs zu verabschieden.“Malte Kreutzfeldt,

Sprecher von Attac Deutschland

„In schwierigen Zeiten ist eine Parteiführung, die sich stärker auf die Parteiarbeit konzentrieren kann, notwendig und sinnvoll. Schröder und Müntefering sind seit Jahren ein gutes Team. Ich bin mir sicher, dass sie im Tandem dafür sorgen, dass es mit der SPD-Politik auf Bundesebene wieder aufwärts geht." Heide Simonis, Ministerpräsidentin

von Schleswig-Holstein, SPD

„Schröders Rücktritt ist eine Bankrotterklärung. Ein Kanzler, der nicht einmal seine eigene Partei von seinen Ideen überzeugen kann, hat nicht mehr die Kraft, als Bundeskanzler ein Land zu regieren.“Roland Koch,

Ministerpräsident von Hessen, CDU

„Mit den Erklärungen von Schröder und Müntefering ist die in den letzten Tagen entstandene Diskussion beendet. Müntefering ist der bestmögliche Nachfolger für Gerhard Schröder im Amt des Parteivorsitzenden. Diese Entscheidung wird uns auch Rückenwind für die schwierigen Wahlkämpfe in diesem Jahr geben.“ Matthias Platzeck, SPD-Chefund Ministerpräsident in Brandenburg

„Darin liegt die Chance, die Kräfte für die vor uns liegenden Aufgaben zu konzentrieren. Das wird die Sozialdemokratische Partei insgesamt stärken und die Arbeit der Bundesregierung verbessern – dadurch wird es auch in Hamburg zu neuem Vertrauen und zusätzlicher motivation unserer Mitglieder und Wähler kommen“.Thomas Mirow,

SPD-Spitzenkandidat für das Amt des

Hamburger Bürgermeisters

„Die Abgabe des Vorsitzes soll für Schröder innerparteilich ein Befreiungsschlag und nach außen ein Zeichen verantwortlichen Handelns im Interesse des Landes sein. Doch es ist nichts als eine Reaktion auf die wachsende Unzufriedenheit in der SPD und in der Bevölkerung und das Eingeständnis gescheiterter Politik.“ Lothar Bisky, PDS-Vorsitzender

„Die Trennung von Regierungs- und Parteiamt ist eine gute Lösung“.

Harald Ringstorff, Ministerpräsidentvon Mecklenburg-Vorpommern, SPD

„Ob der Wechsel an der Spitze der SPD für Regierung und Partei gut ist, hängt davon ab, ob beide ein Team bilden.  Die Aufforderung des Kanzlers an die Kabinettsmitglieder zur Zusammenarbeit ist eine gelbe Karte für all jene, die schon wissen, wer gemeint ist". Michael Müller, SPD-Fraktionsvize

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