Zeitung Heute : Dino-Kino: Die Rückkehr der Saurier

Susanna Nieder

Die Dinos sind los! Seit vorgestern donnern sie durch die Kinos. Da ist nämlich der Film "Dinosaurier" von Walt Disney angelaufen. Und dort bekommt ihr über 30 verschiedene Sauriertypen zu sehen: den Pflanzenfresser Iguanodon, den Styracosaurier mit seinem riesigen Knochenkamm, den kleinen, fiesen Raptor. Dann gibt es den grauenhaften Carnosaurus, der sich aus dem Hinterhalt auf seine Beute stürzt und den Brachiosaurus, die größte Kreatur, die je auf der Erde gelebt hat. Zwölf Meter hoch, 24 Meter lang und 80 Tonnen schwer konnte dieses Tier werden. Wenn so einer in eurer Straße auftauchen würde, könnte er bequem durch die Fenster im dritten oder vierten Stock schauen.

Wie die Dinosaurier wirklich aussahen, kann man aber nur vermuten. Sie bevölkerten die Erde vor 65 Millionen Jahren, und nach ihrem Aussterben gingen die meisten Hinweise auf ihr Aussehen verloren. Nur riesige Knochen und versteinerte Hautstücke sind geblieben. Aber im Film sehen die Dinos täuschend echt aus, denn sie wurden am Computer hergestellt. Man nennt das animieren", und es hört sich leichter an, als es ist. Computer sind nämlich auch nur Werkzeuge wie Bleistift und Pinsel. Figuren, die am Computer animiert werden, können immer nur so gut sein, wie der Künstler, der sie erschafft.

Die Computeranimateure bei Walt Disney haben keine Mühen gescheut, um möglichst viel über die Urzeittiere herauszufinden. Denn je mehr man ein Lebewesen versteht, desto besser kann man es auch darstellen. Sie ritten auf Elefanten, um sich genauer vorstellen zu können, wie sich ein so großes, schweres Tier bewegt. Der Mann, der für die Lemurenfamilie im Film zuständig war, tunkte zu Hause seine Katzen ins Wasser, um zu beobachten, wie sich ihr Fell beim Trocknen verhielt. Lemuren sind eine Art Affen, und deren Fell am Computer zu gestalten, ist besonders schwierig. Die Katzen haben bestimmt protestiert. Und die Lemuren im Zoo erst, als er ankam, um die auch noch nass zu spritzen!

Mit allen Tieren im Film haben die Trickfilmer es so gemacht: Erst wurde am Computer das Skelett gebaut, dann kamen die Muskeln auf die Knochen, und am Ende wurde die Haut wie ein Netz über das Ganze gezogen. Den Hintergrund nahmen sie wie in einem normalen Film mit der Kamera auf. Computeranimateure, Techniker, Kameraleute, Zeichner, auch Biologen arbeiteten viele Jahre, damit die Dinos jetzt über die Leinwände donnern können.

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