Zeitung Heute : Direktmarketing: Ein Job für Quasselstrippen - Als Call Center Agent einsteigen und Karriere machen

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Call Center gelten als Jobmaschinen und die Jobs sind meist besser als ihr Ruf. Es geht nicht mehr nur darum, möglichst lange Listen von Telefonnummern abzutelefonieren und den Gesprächspartnern Versicherungsverträge schmackhaft zu machen. Zunehmend arbeitet die Branche für Pharmaunternehmen, die ihre ärztlichen Kunden pflegen, für Marktforscher, für die Computerbranche oder andere Technologiefirmen, die ihre Hotlines auslagern und Beratung lieber über professionelle Call-Center anbieten.

Call-Center-Agents arbeiten entweder "inbound", das bedeutet: Sie empfangen Anrufe von außen. Wer "outbound" arbeitet, ruft selber an. "Man muss 150prozentig wach sein, viel Einfühlungsvermögen haben und nach den ersten Sekunden kapieren, was für einen Menschen man am anderen Ende der Leitung hat", sagt Silke Ploog, die seit einem Jahr als outbound-Agent in Berlin arbeitet. Sich schnell auf den Kunden einzustellen und dann individuell auf ihn eingehen zu können ist für sie die wichtigste Stärke des Agents. Und "eine echte Quasselstrippe" müsse man sein, erklärt Ploog. Der reine Telefondienst ist ein Einstiegsjob, eine gute Telefonstimme ist ein Muss. Gesprächsführung, wie auch der Umgang mit der Technik, werden in Einführungsveranstaltungen vermittelt. Geschult wird auch inhaltlich-fachlich, um anspruchsvollere Themen an den Kunden bringen zu können.

Wer auf Karriere statt Quasseln setzt, kann den Aufstieg zum Teamleiter, Supervisor oder Call-Center-Manager verfolgen. Hier geht es um Planung und Organisation der Aufträge, die Qualitätssicherung der Beratung und die Absprache mit den Auftraggebern. Wichtiger Bestandteil des Jobs: Die Auswahl und Schulung von Mitarbeitern, die Geduld, Freundlichkeit und Stressresistenz mitbringen sollten.

Nike Weiss

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