Zeitung Heute : DOKUMENTARFILM Meine Mütter – Spurensuche

in Riga

Christina Tilmann

Späte Erkenntnis, mit 58 Jahren: Ich bin nicht der Sohn meiner Mutter. Sondern nur adoptiert, damals 1943, aus einem Kinderheim in Riga. Rosa von Praunheim, dem seine sehr geliebte Ziehmutter kurz vor ihrem Tod dieses Geständnis machte, begibt sich auf die Suche, nach den Spuren seiner Familie. Sie führen ihn nach Riga-Kaiserwald, in ein nobles Villenviertel, wo aber auch ein KZ war zur Zeit der deutschen Besatzung – und ins Zentralgefängnis von Riga, wo ihn seine leibliche Mutter 1942 geboren hat. Sie führen ihn durch Hoffnung und Verzweiflung und am Ende in der Tat fast zum Ziel: Er findet – so unwahrscheinlich es scheinen mag – den Namen der Mutter, findet auch noch Verwandte, entfernte Cousins. Was er nicht findet, ist der Name des Vaters – da bleiben Mutmaßungen und Zweifel. Bewegende Reise in die Vergangenheit. Christina Tilmann

„Meine Mütter“, D 2007,

87 Min., R: Rosa von Praunheim

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