Zeitung Heute : DOKUMENTARFILM

Transnationalmannschaft

David Asmann

In dem Dokumentarfilm „Transnationalmannschaft“ lässt Regiedebütant Philipp Kohl Menschen zu Wort kommen, die das Thema Integration direkt betrifft: Streetworker, Lehrer, Kneipiers und Polizisten, vor allem aber Migranten und deren Kinder. Den räumlichen Rahmen bietet der Mannheimer Problembezirk Jungbusch, den zeitlichen die WM 2010, in der die deutsche Nationalmannschaft, multikulturell wie nie, zu transnationaler Identifikation einlud. Doch vieles, was die Protagonisten beitragen, klingt wie pflichtschuldige Bekenntnisse zu angeblich deutschen Tugenden. Der Film meidet kritische Nachfragen und verzichtet fast komplett auf Situationskomik. So kratzt Kohl nur an der Oberfläche eines Themas, zu dem alles gesagt scheint. Vielleicht hätte man mehr über Integration erfahren, wenn man die Menschen zu etwas anderem als zu Integration befragt hätte. Oberflächlich. David Asmann

D 2010, 95 Min.,

R: Philipp Kohl

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