Zeitung Heute : DOKUMENTARFILM

Endlich

Sterben ist schon deshalb nicht einfach, weil es eine Kette von Dienstleistungen in Gang setzt, wie hier ausführlich erörtert wird. Da ist einmal die profane Entsorgung der sterblichen Überreste. Suggestive Rhythmen untermalen die Mechanik der Leichenwäscherei, Kühlkammern, Krematorien. Dann umkreisen Betreuer wie eine Pastorin, ein Bestatter und eine Trauerrednerin die Unfassbarkeit des Themas. Ein Aufstellungstherapeut lässt seine Gruppe den Umgang mit dem Tod durchspielen, ein Sprechchor fasst Todesangst in Worte. Gestorben wird immer. Das sagt schon die Serie „Six Feet Under“, allerdings weniger betroffen. Nur einige Stimmen heben sich heraus, wie die eines Rabbiners: „Die größere Angst ist, vergessen zu werden.“ Oder die eines Krematoriumsmitarbeiters: „Jeder will wat’ Besonderes glauben. Für mich is’ Klappe zu und aus!“. Mechanisch. Dorothee Tackmann

D 2011, 80 Min., R: Katja Dringenberg, Christiane Voss

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