Zeitung Heute : DOKUMENTARFILM

Open Souls.

Michael Meyns

Sie wurden als „Kinder der Schande“ bezeichnet: Die Nachkommen von deutschen Müttern und nach dem Krieg hier stationierten, schwarzen GIs. Zwei dieser sogenannten Mischlingskinder porträtiert Volker Meyer-Dabisch. Den in Berlin lebenden Angelo werden die Zuschauer von Meyer- Dabischs letztem Werk „Der Adel vom Görli“ kennen. In London wiederum lebt Rudi Richardson, der zur Adoption freigegeben wurde, in den USA landete und erst mit 17 von seiner wahren Herkunft erfuhr. Eine lange Drogenkarriere folgte, bis er sich selbst aus dem Sumpf zog und heute Obdachlose unterstützt. Ob diese beiden Schicksale exemplarisch sind, sei dahingestellt. Mit seinem zurückgenommenen Stil, der ganz auf Kommentare, Musik und Sentimentalität verzichtet, liefert „Open Souls“ aufrüttelnde Einblicke. Spannend. Michael Meyns

D 2011, 91 Min., R: Volker Meyer-Dabisch

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