Zeitung Heute : DOKUMENTARFILM

Müll im Garten Eden.

Hoch in die grünen Hügel der türkischen Schwarzmeerküste wurde die Müllkippe gebaut, direkt über einem Dorf und gegen alle Gebote der Bausicherheit. Schon nach wenigen Tagen gibt es die ersten Lecks. Bei dem in der Region üblichen Starkregen läuft die Deponie über und die Brühe durchs Dorf ins nahe Meer. Doch auch im Normalzustand stinken Fäulnis und Verwesung zum Himmel. Als Regisseur Fatih Akin bei einem Besuch vom Bauvorhaben und den heftigen Protesten dagegen erfuhr, war er schnell dabei – nicht nur, weil sein Großvater aus Çamburnu stammt. So bekam Dorffotograf Seyrekbasan eine Filmkamera, um die dramatischen Vorgänge festzuhalten. Die geben das Grundgerüst des chronologisch erzählten Films. Große Filmkunst ist „Müll im Garten Eden“ nicht – doch in der Türkei, wo der Film im Oktober ins Kino kam, könnte er aufklärend zur Umweltbewegung beitragen. Wichtig.Silvia Hallensleben

D 2012, 97 Min., R: Fatih Akin

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