Zeitung Heute : DOKUMENTARFILM

Georg Baselitz.

Georg Baselitz gehört zur Riege der in Ostdeutschland aufgewachsenen Maler, die die westdeutsche Nachkriegskunst prägten. Ähnlich wie sein Zeitgenosse Gerhard Richter, über den zum 80. Geburtstag eine Doku ins Kino kam, gibt auch der 75-Jährige wenig von sich preis. Regisseurin Evelyn Schels freundete sich 2004 bei Dreharbeiten mit Baselitz an. Nun legt sie ein Porträt vor, sie besuchte den Künstler im Atelier, sprach mit Galeristen und mit Ehefrau Elke, die ebenso zum Unternehmen Baselitz gehört wie die Söhne, beide erfolgreiche Galeristen. Überraschend: Baselitz, der Junge Wilde, der Neurotiker und kompromisslose Haudrauf, wirkt in dem Film überaus sympathisch, ein Mensch, der im Reinen mit sich ist. Den Zorn auf Deutschland, auf das System und auf sich, hat er abgelegt. Es ist die Erfolgsgeschichte eines Unangepassten. Man gönnt sie ihm. Solide.Birgit Rieger

D 2012, 110 Min., R: Evelyn Schels

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