Zeitung Heute : DOKUMENTATION

Science of Horror

Julian Hanich

Woher kommt die Begeisterung für das Grauen im Kino? Warum empfinden wir Vergnügen an der Angst? Man muss kein Fan des Horrorfilms sein, um dieses Genre faszinierend zu finden. Horrorfilme werfen Fragen auf, die in evolutionäre Urzeiten zurückreichen oder in psychoanalytische Untiefen vordringen. Katharina Klewinghaus’ Dokumentation „Science of Horror“ nimmt den Zuschauer mit auf eine rasante 81-Minuten-Fahrt durch die weite Welt der Horrortheorie. Dabei lässt sie Regisseure wie Wes Craven, John Carpenter und Neil Marshall zu Wort kommen und zeigt auch keine Scheu vor filmwissenschaftlichen Thesen. Auf elegante Art beweist die deutsche Regisseurin: Nicht nur die wissenschaftlichen Reflexionen über den Horrorfilm – auch die Filme selbst sind oft klüger, als man denkt. Bemerkenswert. Julian Hanich

„Science of Horror“, D/USA 2008, 81 Min., R: Katharina Klewinghaus

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben