Zeitung Heute : DOKUMENTATION

Das Geheimnis der Flamingos

Christiane Peitz

Der Natronsee im Norden Tansanias. 60 Kilometer lang, mit flachen, stinkenden alkalischen Wassern und ätzenden Salzkrusten – ein Paradies für Flamingos. Hier nisten sie millionenfach in glühender Hitze. In der Nähe spuckt ein Vulkan Feuer und Asche. Ein archaisches, unerforschtes Naturschauspiel: Zu Abertausenden wachsen die Flamingo-Küken im Großkindergarten auf, brutal bedroht von Marabus und Hyänen, um eines Tages wie auf ein Zeichen kollektiv loszuschwimmen und sich am sumpfigen Seeufer zu laben, während die Eltern himmlische Kreise ziehen. Ein Bildergedicht in Pink und Purpur, ein Tierfilm ohne menschelnde Protagonisten à la „Die Reise der Pinguine“. Aber leider mit pathetisch-mythischem Raunen, nach dem Motto: Das Ei des Flamingos ist so rund wie der Erdball. Tierdoku als Naturreligionsstunde. Christiane Peitz

„Das Geheimnis der Flamingos“, USA/GB 2008, 78 Min.,

R: Matthew Aeberhard, Leander Ward

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