Zeitung Heute : DOKUMENTATION

Lina Kokaly

Die Familie Dyhrenfurth besteigt seit den dreißiger Jahren die Berge des Himalaja. Bei den Olympischen Spielen 1936 wird das Ehepaar mit der Goldmedaille geehrt. Doch die jüdischen Bergsteiger verweigern den Hitler-Gruß. Ihr heute 90-jähriger Sohn Norman berichtet nun von den Expeditionen. Auf authentischem Bildmaterial sieht man etwa, wie das Kletterteam einen Ausflug zu den Pyramiden nutzt, um schnelles Hochklettern zu trainieren. Experten wie Reinhold Messner stellen die historische Tragweite der Expeditionen dar. Denn zu dieser Zeit waren international besetzte Bergteams nicht üblich. Der Dokumentarfilm hat einige Längen und etwas zu viel Pathos („Glücklicher kann ein Wiedersehen nicht sein“, werden die für sich sprechenden Bilder der Heimkehrer kommentiert). Trotzdem: Nicht nur für Bergsteiger interessant. Lina Kokaly

„Zum dritten Pol“, D 2008,

86 Min., R: Andreas Nickel,

Jürgen Czwienk

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