Zeitung Heute : DOKUMENTATION

Mein Vater. Mein Onkel.

Martin Schwarz

Als Säugling im Irak wurde Sinan al Kuri von seinem Onkel und dessen deutscher Frau adoptiert. Sie zog bald darauf mit ihrem Sohn nach Hessen. Und nun, fast 30 Jahre später, will er erstmals seine leiblichen Eltern und seine Geschwister treffen. Die irakische Familie lebt mittlerweile in Dubai. Ein faszinierender Trip – für al Kuri und den Zuschauer. Christoph Heller hat seinen Protagonisten mit der Kamera begleitet und ist hautnah beim ersten Sehen, beim Kennenlernen der irakischen Kultur dabei. Dem als Schauspieler tätigen al Kuri ist als Identifikationsfigur die Welt seiner leiblichen Eltern fast so fremd wie den meisten Zuschauern. Was das Ganze zudem spannend macht: Inwiefern wird der „verlorene Sohn“ den Kontakt zur Familie aufrechterhalten? Eine sehenswerte Dokumentation über das Aufeinanderprallen von Kulturen. Gut. Martin Schwarz

„Mein Vater. Mein Onkel.“,

D 2009, 80 Min., R: Christoph Heller

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