Zeitung Heute : Domain-Handel: Pachten statt kaufen

Domain-Händler verkaufen Internet-Adressen nicht nur, sondern verpachten sie auch. Das berichtet das deutsche Online-Rechtsforum Domain-Recht am Donnerstag. Da leicht zu merkende Domain-Namen oder Oberbegriffe oft schon besetzt seien, könne es ein lohnendes Geschäft sein, wenn Internet-Adressen für einen bestimmten Zeitraum an Interessenten verpachtet werden. Rechtzeitig erkannt hat dies der Amerikaner Nick Koustas. Nachdem er sich zuvor als Domain-Grabber versucht hatte und unter anderem gegen die "Weight Watchers" den Kürzeren zog, entschied er sich für den Markt der generischen Begriffe. Mit der Internet-Adresse smut.com gelang ihm der große Wurf. Koustas bekam für die Domain Kaufangebote in Höhe von zwei Millionen Dollar, auf die er jedoch nicht einging. Mit dem Porno-Anbieter XPays schloss er stattdessen einen Pachtvertrag. Dieser sichert XPays die Nutzung der Domain für die nächsten 20 Jahre. Im Gegenzug erhält Koustas eine nicht näher bekannte monatliche Zahlung sowie eine Gewinnbeteiligung.

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