Zeitung Heute : DRAMA

Maria am Wasser

Kerstin Decker

Es ist immer ein böses Zeichen, wenn man einem Film seinen Kunstwillen so ansieht wie „Maria am Wasser“, Kinodebüt des Drehbuchautors Thomas Wendrich. Wie absolut und ohne Rettung von Anfang an ein Film doch untergehen kann. Wie jener Panzer, der im Sommer 1983 durch die sächsische Elbe fährt und am anderen Ufer nicht mehr auftaucht. Nicht, dass in der DDR keine Panzer durch die Elbe gefahren wären. Aber wohl nicht mit Kindern oben drauf. Und diese Kinder kamen auch noch aus einem Kinderheim, das 20 Jahre später noch genauso existiert. Und das ist erst der Anfang … Nichts stimmt in dieser vor gewollter Groteske (und ebensolcher Poesie) schier berstenden Geschichte. Schade nur um so wunderbare Schauspieler wie Hermann Beyer, Falk Rockstroh und Marie Gruber. Misslungen. Kerstin Decker

„Maria am Wasser“, D 2008,

99 Min., R: Thomas Wendrich, D: Alexander Beyer, Hermann Beyer, Marie Gruber

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