Zeitung Heute : DRAMA

Eine Perle Ewigkeit

Christina TilmannD

Ein Garagentor, das sich wieder schließt, und eine ewig lange Treppe den Berg hoch – in den Himmel? Nein, nur in die Favela, in der Fausta (großartig: Magaly Solier) mit ihrer Mutter lebte. Nun ist die Mutter tot, sie soll in ihrem Heimatdorf begraben werden und Fausta muss das Geld verdienen, als Putzfrau bei einer reichen Pianistin. Zwischen deren Luxusresidenz und ihrer eigenen bescheidenen Behausung pendelt nun Faustas Leben – und irgendwann ist sie frei.

„La Teta Asustada“ (deutscher Titel: „Eine Perle Ewigkeit“), der zweite Film der Peruanerin Claudia Llosa, gewann auf der diesjährigen Berlinale den Goldenen Bären, überraschend, aber völlig zu Recht. Der Film erzählt von Schrecken, ohne sie jemals in Bilder fassen zu wollen, erzählt stattdessen in Liedern und stellt dann Bilder dazu, die so poetisch wie surreal erscheinen. Groß. Christina Tilmann

„Eine Perle Ewigkeit“, Peru 2008, 94 Min., R: Claudia Llosa, D: Magaly Solier, Efrain Solis

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