Zeitung Heute : DRAMA

Ich, Tomek

Die Möglichkeiten, sich das Leben zu verderben, noch bevor es richtig begonnen hat, sind größer geworden. Und sollten gerade junge Menschen alle Verheißungen des Daseins im Materiellen erblicken? Andere vielleicht, aber nicht Tomek, 15 Jahre alt. „Ich, Tomek“ ist der Film des Filip Garbacz. Was für ein Junge, in dessen Gesicht sich alle Erwartungen an das Leben zusammenzufassen scheinen – und der zu allen Erwartungen berechtigt. Er träumt noch von einem Observatorium an seiner Schule, als Freunde schon längst ins Strichermilieu abgerutscht sind. Es gibt wenig andere Arbeitsmöglichkeiten in diesem kleinen Ort an der deutsch-polnischen Grenze. Regisseur Robert Glinski hat einen tief suggestiven, berührenden Film über den unaufhaltsamen Abstieg eines Jungen gedreht, aus dem alles hätte werden können. Intensiv. Kerstin Decker

„Ich, Tomek“, PL/D 2009, 94 Min., R: Robert Glinski,

D: Filip Garbacz, Anna Kulej, Rolf Hoppe.

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