Zeitung Heute : DRAMA

Mein Kampf

Matthias Viereck

Wien um 1910. Adolf Hitler (Tom Schilling) möchte reüssieren als Maler, muss aber um Asyl bitten im Wohnheim von Frau Merschmeyer. In dieser Obdachlosenwelt trifft Hitler auf einen weisen jüdischen Bibelverkäufer (Götz George). Und ausgerechnet der hat die Idee zu dem Buch „Mein Kampf“, er setzt dem Adolf zudem einen gefährlichen Floh ins Ohr: eine Karriere in der Politik! Großartig der intensive Auftritt des Tom Schilling. Er spielt sich, man kann es kaum anders sagen, die Seele aus dem Leib. „Hart wie Kruppstahl“ ist Schillings Hitler nicht; bleich und zart besaitet. George macht seine Sache ebenfalls gut, wenn sein Mimenspiel auch sehr nach Theater aussieht. Und Regisseur Urs Odermatt? Der müht sich, klar zu machen, was so ein Bühnenstoff im Kino verloren hat. Ohne, dass dies vollkommen gelingt. Schauspielerkino.Matthias von Viereck

D/A/CH 2009, 110 Min.,

R: Urs Odermatt, D: Tom

Schilling, Götz George

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