Zeitung Heute : DRAMA

Un homme qui crie – Ein Mann der schreit

Markus Raska
"EIN MANN DER SCHREIT" (Drama, Frankreich/Belgien/Tschad 2010, Regie: Mahamat-Saleh Haroun, Darsteller: Youssouf Djaoro, Diouc Koma): Adam ist seit Jahren oberster Bademeister in einem Luxushotel in N’Djamena, der Hauptstadt des Tschad. Doch die Zeiten ändern sich. Der Stadt nähert sich der Bürgerkrieg, und die neue chinesische Herrin degradiert Adam zum Schrankenpförtner. Als er erfährt, dass sein Sohn verwundet im Krankenhaus liegt, will er ihn retten. Markus Raska meint im TICKET: "Der Film erzählt seine Geschichte in angenehm distanzierten Bildern, ohne die Nähe zu den Figuren zu verlieren."
"EIN MANN DER SCHREIT" (Drama, Frankreich/Belgien/Tschad 2010, Regie: Mahamat-Saleh Haroun, Darsteller: Youssouf Djaoro, Diouc...Foto: EPA/CANNES FILM FESTIVAL/Cine Global

Adam ist seit Jahren oberster Bademeister in einem Luxushotel in N’Djamena, der Hauptstadt des Tschad. Doch die Zeiten ändern sich. Der Stadt nähert sich der Bürgerkrieg, und die neue chinesische Herrin degradiert Adam zum Schrankenpförtner. Selbst sein Dienstmoped verliert er. Das fährt ab jetzt sein Sohn Abdel, der neue Chef am Pool. Adam wird aufgefordert, seinen Kriegstribut entweder in Form von Geld oder Leben zu entrichten. Als er erfährt, dass sein Sohn verwundet im Krankenhaus liegt, will er ihn retten. Der Film erzählt seine Geschichte in angenehm distanzierten Bildern, ohne die Nähe zu den Figuren zu verlieren. Auch der Krieg ist ein böser, ständig präsenter Geist im Hintergrund. Ein Gesellschaftsporträt, dem es gelingt, das Politische im Privaten deutlich zu machen. Eindringlich. Markus Raska

F/B/Tschad 2010, 90 Min.,

R: Mahamat-Saleh Haroun, D: Youssouf Djaoro, Diouc Koma

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