Zeitung Heute : DRAMA

Tiger Factory

Die junge Ping schlägt sich mit Hilfsjobs in einem Imbiss und einer Schweinezuchtfirma durch. Fürs Leben reicht’s dennoch kaum, im fernen Japan lockt ein besseres Jobangebot. Doch wie das teure Geld für die – illegale – Überfahrt zusammenkriegen? Pings einziges Kapital ist ihr Körper, ein ausgetragenes und dann abgegebenes Kind wird gut bezahlt. Als sie bemerkt, dass sie betrogen wird, schlägt Ping mit gleichen Mitteln zurück. Regisseur Woo Ming Jin, wie seine Heldin Teil der chinesischen Minorität in Malaysia, reiht sich ein in die aufstrebende Riege junger südostasiatischer Filmemacher, die sich den Menschen am unteren Ende der sozialen Skala widmen und dabei auf ästhetische Ambitionen nicht verzichten. Ein sprödeschön inszeniertes semi-dokumentarisches Lehrstück mit Migrationshintergrund aus einer zunehmend vereisenden Welt. Traurig.Silvia Hallensleben

MAL/J 2010, 85 Min.,

R: Woo Ming Jin, D: Lai Fooi Mun, Pearlly Chua

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