Zeitung Heute : DRAMA

Mad Circus – Eine Ballade von Liebe und Tod.

Es beginnt 1937 während des spanischen Bürgerkriegs. Ein Clown gerät in Gefangenschaft und stirbt. Sein Sohn Javier will in seine Fußstapfen treten. Erst 1973, in den letzten Tagen des Franco-Regimes, tritt er einem Zirkus bei und verliebt sich in die Akrobatin Natalia, die Frau des lustigen, aber trunksüchtigen Clowns Sergio. Javier will Natalia befreien. Eine groteske Spirale der Gewalt beginnt. In „Mad Circus“ wühlt sich der spanische Regisseur Álex de la Iglesia mit den Mitteln des Exploitation-Kinos tief in die historischen Wunden Spaniens – und schreckt vor schwerer Symbolik, greller Übertreibung, sorglosem Ideenklau und schwarzem Humor nicht zurück. Am Ende entgleitet ihm das finstere Theater. Aber so viel Wucht, so viel Leidenschaft, so viel Lust am Albtraum – das hat man lange nicht gesehen. Ein Ausnahmefilm. Sebastian Handke

E/F 2010, 105 Min., R: Álex de la Iglesia D: Carlos Areces, Antonio de la Torre, Carolina Bang

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