Zeitung Heute : DRAMA

Treeless Mountain.

Gerade war So Yong Kim mit „For Ellen“ im Forum der Berlinale zu Gast. Jetzt kommt der zweite Spielfilm der in Korea geborenen New Yorkerin endlich ins Kino: „Treeless Mountain“ erzählt von kindlicher Verstörung und mütterlichem Verrat. Eines Tages werden die sechsjährige Jin und ihre kleine Schwester ohne Vorwarnung aus ihrem Seouler Alltag zu einer Tante verfrachtet, ihre Mutter hat Dringendes zu erledigen, verschwindet in einem Bus. Ihre baldige Rückkehr bleibt Versprechen, stattdessen geht es weiter zu den Großeltern aufs Land. Hier gibt es viel Arbeit, doch zum ersten Mal auch Fürsorge und Anerkennung. Trauer, Einsamkeit und dann doch neu wachsender Lebensmut: So Yong Kims Film ist Gefühlskino ohne schluchzende Geigen, dafür mit viel Licht und präzise gesetzten Blicken auf Augenhöhe der Helden. Deren kleine Darstellerinnen aber sind das Größte an diesem Film. Sehenswert.Silvia Hallensleben

ROK/USA 2008, 89 Min., R: So Yong Kim, D: Kim Hee-Yeon

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