Zeitung Heute : DRAMA

Callgirl.

Schwarze Limousinen schießen durch Ljubljana. Das Sirenengeheul der Polizeieskorte lässt die Bewohner der slowenischen Hauptstadt wissen, dass hochrangiger Polit-Besuch in der Stadt ist. Für Aleksandra bedeutet es: Kundschaft. Die 23-jährige Studentin arbeitet als Call Girl. Als ein deutscher Kunde an einer Überdosis Viagra stirbt, gerät sie ins Visier der Polizei und ihr Doppelleben in Gefahr. Spannung kommt in Damjan Kozoles „Callgirl“ allerdings nur kurz auf. Denn der Regisseur möchte mit seinem Psychogramm einer ehrgeizigen Frau gleichzeitig ein Gesellschaftsporträt des kleinen EU-Staates zeichnen, der von der Schuldenkrise gebeutelt ist. Leider ist ihm eine überdeutliche Metaphorik wichtiger als eine packende Charkterentwicklung. Es wird viel mit Euro-Scheinen geraschelt, aber kaum einmal glaubhaft agiert. Überambitioniert. Nadine Lange

SLO/SRB/HR/D 2009, 90 Min., R. Damjan Kozole, D: Nina Ivanišin, Peter Musevski

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