Zeitung Heute : DRAMA

Weil ich schöner bin.

Die 13-jährige Charo aus Kolumbien lebt mit ihrer Mutter, der Freundin Amanda und deren Sohn Diego ohne Papiere in Berlin. Als ihrer Mutter die Ausreise droht, setzt sie alles daran, in Deutschland zu bleiben. Ein Stoff, der Intensität in sich birgt. Doch der soziale Konflikt wurde etwa in Bucks „Knallhart“ knackiger umgesetzt. Und hinter den Akteurinnen der Doku „Prinzessinnenbad“ verblasst die schauspielerische Leistung aus „Weil ich schöner bin“. Zu allen drei Filmen gehört Berlin als mal stille, mal lärmende Darstellerin im Hintergrund. In „Weil ich schöner bin“ wirkt Neukölln touristisch, und das, obwohl der Film eine wunderbare visuelle Überraschung parat hat: Um den Alarmzustand der verzweifelten Charo auf den Punkt zu bringen, geht der Film ins Comic-hafte über. Doch die Erzählhaltung bleibt unentschlossen. Mittelprächtig. Melanie Stumpf

D 2012, 84 Min., R: Frieder Schlaich, D: Mariangel Böhnke, Angeles, Aparicio, Mira Aring, Lavinia Wilson

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