Zeitung Heute : DRAMA

Inuk.

Michael Meyns

Grönland – an Schnee und Eiswüsten denkt man da, doch Mike Magidsons Film beginnt anders. In der Hauptstadt Nuuk lebt Inuk seit dem Tod des Vaters allein mit seiner Mutter. Die säuft, lebt von Sozialhilfe und vernachlässigt ihren Sohn. Um ihn auf die rechte Bahn zu bringen, wird er von einer Sozialarbeiterin in den Norden geschickt, um in der Wildnis seine Wurzeln zu finden. Dort begegnet er Ikuma, einem Jäger, der einst seinen Sohn verloren hat. Was passiert, ist leider vorhersehbar: Inuk und Ikuma werden Ersatzvater und -sohn, alles wird gut. So interessant „Inuk“ auch anfängt mit seinen Aufnahmen vom Leben in der Stadt und mit Rap auf Grönländisch, so schnell werden die Klischees über Grönland bestätigt. Die endlosen Eiswüsten sehen zwar grandios aus, aber dramaturgisch ist Mike Magidsons Film allzu schlicht. Konventionell. Michael Meyns

DK/F 2010, 89 Min., R: Mike Magidson, D: Gaba Petersen, Ole Jorgen Hammeken, Rebekka Jorgensen

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