Zeitung Heute : DRAMA

3096 Tage.

15 Jahre ist es her, dass Natascha Kampusch, damals zehn, in Wien entführt wurde. Acht Jahre hielt der Nachrichtentechniker Wolfgang Priklopil sie in einem winzigen Kellerverlies gefangen, quälte, misshandelte, missbrauchte sie. Bernd Eichinger wollte „3096 Tage“, Kampuschs Buch über ihr Martyrium, verfilmen – sein letztes Projekt vor seinem plötzlichen Tod 2011. In der Regie von Sherry Hormann („Wüstenblume“) und mit Kampuschs Zustimmung wurde es nun realisiert, mit britischen und dänischen Schauspielern für den internationalen Markt. Und mit bemühten, aber hilflosen Effekten (Zeitlupe, Soundcollagen), die nur ein blasses Bild von Kampuschs Geschichte vermitteln können. Ihre Agonie, die Zähigkeit ihres Überlebenswillens, es sprengt unsere Vorstellungskraft. Konventionelles Erzählkino ist dem nicht gewachsen. Schwach. Christiane Peitz

D 2013, 109 Min., R: Sherry Hormann, D: Antonia Campbell-Hughes, Thure Lindhart, Amelia Pidgeon, Trine Dyrholm

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