Zeitung Heute : DRAMA

Der Dieb der Worte.

In ihrem Regiedebüt erzählen Brian Klugman und Lee Sternthal die Geschichte des erfolglosen New Yorker Nachwuchsautors Rory (Bradley Cooper), der auf der Hochzeitsreise in Paris ein Manuskript findet und damit zum gefeierten Star der New Yorker Literaturszene aufsteigt. Aber dann sitzt im Park ein alter Mann (Jeremy Irons) neben ihm, der glaubhaft macht, dass er der Autor der Geschichte ist. Auf drei Zeitebenen verhandeln Klugman und Sternthal ihre moderat unterhaltsame Story über den Diebstahl geistigen Eigentums, aber der überkonstruierte Plot bringt wenig substanziellen Zugewinn. Was sich als Gedankenspiel über das Verhältnis von Realität und Fiktion, Original und Plagiat, gelebtem Leben und angeeignetem Erfolg geriert, kommt in seine Einzelteile zerlegt selten über lebensphilosophische Plattitüden hinaus. Überladen.Martin Schwickert

USA 2012, 107 Min., R: Brian Klugman, Lee Sternthal, D: Bradley Cooper, Jeremy Irons

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