Zeitung Heute : DRAMA

Voll und Ganz und Mittendrin.

Markus Raska

Als Conor nach seinem Schlaganfall nach Hause kommt, fühlt man sich in einen Dogma-Film versetzt: Die Handkamera ruckelt wild. So verwirrend muss es auch in Conors Kopf oder dem von Vanetia, seiner Frau, aussehen. Dies ist eine der Stärken in Steph Greens Debütfilm: für die Befindlichkeiten der Charaktere passende Bilder zu finden. Conor kehrt also zu seiner Familie zurück, gefolgt vom filmenden Neuropsychologen Dr. Ted Fielding. Vanetia und die zwei Kinder haben es nicht leicht mit dem veränderten Ehemann. Der Psychologe ist dabei anfangs keine Hilfe. Langsam nähern sich Ted und Vanetia an. Der Tod des Vaters setzt bei Conor dann eine Entwicklung in Gang. Der in der irischen Provinz spielende Film kombiniert realistische und optimistische Szenen mit melodramatischen Elementen zu einer warmen Liebesgeschichte. Schön. Markus Raska

IRL/D 2013, 106 Min., R: Steph Green, D: Maxine Peake, Edward

MacLiam, Will Forte, Sharon Horgan

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