Zeitung Heute : Drei Verdächtige in Manila festgenommen

Fünf Tage nach der weltweiten Attacke mit dem zerstörerischen Computer-Virus "I love you" sind am Montag auf den Philippinen drei Verdächtige festgenommen worden. Nach Angaben der Behörden in Manila handelt es sich um ein Ehepaar und um die Schwester der Frau. Mitarbeiter der zentralen Ermittlungsbehörde NBI sagten, sie hätten in der Wohnung in einem Mittelstandsviertel von Manila auch Computerzubehör, Telefonanlagen und Dokumente beschlagnahmt. Nach Ermittlungen des philippinischen Providers Accessnet soll ein 22-jähriger Filipino den Virus von Manila aus ins Netz geschleust haben. Nach Angaben der BBC suchte die Polizei dagegen nach einer Studentin aus einer Mittelstandsfamilie. Aus Ermittlerkreisen wurde am Montag nur bekannt, dass die festgenommenen Ehepartner in einer Bank arbeiten sollen. Philippinische Beamte erklärten am Montag, es sei kein Haftbefehl erlassen worden, weil es auf den Philippinen keine Bestimmungen gegen Computerkriminalität gebe. Der gefährliche Virus hatte sich in der vergangenen Woche über die ganze Welt verbreitet und Milliardenschäden angerichtet. Derzeit verbreiten sich immer neue Varianten des Virus im Internet. Nach Angaben des Antiviren-Herstellers Symantec sind inzwischen 15 Varianten im Umlauf. Eine davon gebe sich als Virenwarnung von Symantec aus.

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