Zeitung Heute : Drogenkonsum auf Jugendreisen - Reklamationen - Naturkatastrophen - Verdorbene Hotelverpflegung

Drogen. Werden auf einer Jugendreise Teilnehmer beim Drogenkonsum erwischt, so können sie vom Veranstalter ohne vorherige Abmahnung von der weiteren Teilnahme ausgeschlossen werden, ohne dafür eine Reisepreisminderung verlangen zu können. (Urteil des Amtsgerichts Bielefeld, Aktenzeichen: 42 C 732/98) W. B.

Gewonnen. Auch wenn eine Reise bei einem Preisausschreiben eines Reiseveranstalters gewonnen wurde, können Mängel, die während der Reise aufgetreten sind, reklamiert und nachträglich ein Schadenersatz in Form einer "Preisminderung" geltend gemacht werden. (Amtsgericht Bremen, Aktenzeichen: 23 C 477/98) W. B.

Hurrikan. Pauschalreisende können keine Reisepreisminderung verlangen, wenn sie wegen einer Naturkatastrophe (hier: ein Hurrikan) mehrere Tage kein Ferienvergnügen hatten. Auch die durch das Ereignis ausgefallene Strom- und Wasserversorgung berechtigt nicht zu entsprechenden Forderungen. (Urteil des Amtsgerichts Kleve, Aktenzeichen: 3 C 288/99) W. B.

Verdorben. Hat sich eine Urlauberin am letzten Tag ihrer zweiwöchigen Reise wegen verdorbener Hotelverpflegung heftige Magen-/ Darmschmerzen zugezogen, so sei damit ihr - bis dahin reibungslos verlaufener - Urlaub nicht "ohne Erholungswert", da der Reiseveranstalter keinen "Erfolg" schulde, sondern lediglich "ein Bündel von Reiseleistungen". Der Frau stehe deshalb nicht die Rückzahlung des gesamten Reisepreises zu. (Urteil des Landgerichts Düsseldorf, Aktenzeichen: 22 S 334/98) W. B.

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