Zeitung Heute : Drum prüfe, wer sich ewig bindet

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Das Ausbildungsverhältnis beginnt mit der Probezeit von einem bis höchstens drei Monaten. Eine längere Probezeit ist nur möglich, wenn der Auszubildende mehr als ein Drittel der Probezeit arbeitsunfähig war – und dann nur um den Zeitraum der Fehltage. Beide Vertragsparteien können das Ausbildungsverhältnis in der Probezeit von heute auf morgen und ohne Begründung kündigen. Ausnahme: bei Schwangerschaft. Gekündigt werden muss schriftlich (Paragraf 15 Berufsbildungsgesetz).

Angestellte / Arbeiter

Die tariflichen Probezeiten betragen sechs Monate für Angestellte und drei Monate für Arbeiter. In Ausnahmefällen können bis zu neun Monate vereinbart werden.Kündigung in der Probezeit unterliegen der Mitbestimmung, deshalb muss der Betriebsrat über den Kündigungsgrund informiert werden – auch bei einvernehmlicher Vertragsauflösung. Mehr als zehn Fehltage innerhalb der Probezeit verlängern deren Dauer. Paragraf 622 BGB sieht für die ersten sechs Monate – auch wenn nicht ausdrücklich eine Probezeit vereinbart wurde – eine Kündigungsfrist von zwei Wochen vor. Abweichendes kann sich aus einem Tarifvertrag ergeben. Die Probezeit endet durch Zeitablauf und muss nicht schriftlich mitgeteilt werden.

Zeitarbeit

Das „Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge ...“ vom 1.1.2002 verlangt für den Abschluss eines befristeten Arbeitsvertrages grundsätzlich einen sachlichen Grund. Paragraf 14 Abs. 2 lässt als Ausnahme eine sachgrundlose Befristung für maximal zwei Jahre zu. An eine Befristung mit Sachgrund darf sich keine sachgrundlose Befristung anschließen.

Mehr im Internet:

www.zuv.uni-freiburg.de,

www.dgb-jugend.de, www.azubitage.de

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