Zeitung Heute : Dumm gelaufen

Was beachtet werden sollte, wenn es mal kracht

Stefan Gerhard

Ein sonniger Segeltag, die gute Laune an Bord und eine einfache Frage enden in einem Desaster: „Kann mir mal jemand einen Tampen reichen?“ - so lautet die Bitte des Skippers. Schnell greift ein Crewmitglied in die Backskiste, erwischt eine Leine und zieht kräftig. Es gibt einen Knall, lautes Zischen ist die Folge, Holz und GFK splittern. Der Unglücksrabe hat die Auslöseleine der Rettungsinsel erwischt. Die Decke der Achterkajüte ist stark beschädigt, die Backskiste ebenfalls. Es sieht aus wie nach einer kleinen Explosion. Nach dem ersten Schock sitzt die Crew ratlos da: Wer bezahlt diesen Schaden? Und: Wie erkläre ich diesen klaren Fall von „dumm gelaufen“ meiner Versicherung?

Doch alles halb so wild. „Über eine gute Allgefahrendeckung ist dieser Fall ganz klar in der Yacht-Kasko-Versicherung gedeckt", rät Volker Reichelt von der Hamburger Yacht-Versicherung. Denn damit sind Fahrzeug, maschinelle Einrichtung, Inventar und die gesamte nautische Ausrüstung abgesichert. „Wir empfehlen die Allgefahrendeckung für jeden Eigner, denn es gibt Schadenfälle, die sich Skipper gar nicht ausmalen können“, so Reichelt. Die Ausschlüsse sind dabei ganz klar definiert und lassen sich auch für Versicherungslaien leicht nachvollziehen. Stefan Gerhard

Mehr Tipps zu Rechtsfragen an Bord gibt es unter:

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