Zeitung Heute : E-Mail vom Professor

Annika Saro wollte in ihrer Heimat bleiben. Auch die Kommilitonen aus Stuttgart fühlen sich an der Havel wohl

Ihr Gesicht kennen die Dozenten – anders als an vielen Massenunis. Annika Saro schätzt die familiäre Atmosphäre der FH Brandenburg. Ihr Berufsziel: eine eigene Event- agentur. Foto: Privat
Ihr Gesicht kennen die Dozenten – anders als an vielen Massenunis. Annika Saro schätzt die familiäre Atmosphäre der FH...

Schülerin, Finanzberaterin, Studentin, Eventmanagerin: Wenn alles nach Plan läuft, ist das der vorläufige Karriereweg von Annika Saro, die keine Angst vor beruflicher Praxis hat. Die 20-Jährige hat nach ihrem Abitur erst einmal als selbstständige Finanzberaterin gearbeitet, bis sie vor einem Jahr ihr BWL-Studium begann.

„Später möchte ich gerne meine eigene Eventagentur haben“, sagt Annika entschlossen. Klar war für die gebürtige Brandenburgerin auch, dass sie zum Studieren in ihrer Heimat bleiben würde: „Ich lebe sehr gerne in Brandenburg, die Studienkosten sind niedrig und die Mieten erschwinglich.“ Und ihre Freunde seien auch alle in der Nähe.

Im Moment wohnt Annika noch zu Hause und fährt mit dem Auto oder der Bahn zu ihrer Fachhochschule – und zwar in den Ort, der so heißt wie das Bundesland: Brandenburg an der Havel. Doch mit dem Pendeln in die Stadt soll bald Schluss sein. Die junge Frau, die sich im zweiten Studiensemester befindet, will nach Brandenburg ziehen. Dort kann sie dann noch mehr Zeit sparen, weil die Wege kurz und die Dozenten tatsächlich erreichbar sind – und auch auf die Mails ihrer Studenten antworten. „Auf dem Campus erreicht man alle Einrichtungen in drei Minuten, und es ist alles sehr übersichtlich“. Von Bekannten habe sie gehört, dass man in anderen Städten erst die halbe Stadt durchqueren müsse, um von einem Institut zum anderen zu kommen.

Angenehm findet Annika auch, dass die Professoren der FH Brandenburg (www.fh-brandenburg.de) die Studenten tatsächlich kennen, und es unkompliziert ist, Kontakt zu ihnen aufzunehmen. In Annikas Semester studieren nur etwa 120 junge Leute Betriebswirtschaft – die für die Veranstaltungen dann auch noch in kleinere Gruppen aufgeteilt werden. „Das ist hier alles natürlich viel kleiner als in Berlin oder Potsdam – aber auch sehr familiär.“

Und dabei trotzdem nicht langweilig: Die Hochschule mache nämlich viele Sportangebote, zum Beispiel Badminton, Rugby, Volleyball oder Tanzkurse. Annika geht gerne in Brandenburg aus, und nutzt auch das kulturelle Freizeitangebot ihrer Hochschule: Das Studentenkino, Discoabende oder Ausflüge mit Kommilitonen, etwa zum Baumblütenfest.

Einen Studentenjob in Brandenburg an der Havel hat Annika schon seit einiger Zeit – hinter der Bar des Studentenkellers. Einen Nebenjob zu finden, sei nicht schwer gewesen. „In den Supermärkten und den vielen Restaurants in der Stadt gibt es immer wieder welche.“

Annika Saro kann Brandenburg als Studienort „wirklich jedem empfehlen“. Sie habe an der FH zum Beispiel auch neue Freunde aus Stuttgart gefunden. „Die fühlen sich hier sehr wohl.“ Und kämen gut zurecht mit der offenen und kommunikativen Art der Brandenburger.

„Hier kann man sich sehr gut auf das Studium konzentrieren“, sagt sie. Wobei es schwerfällt, sich die 20-Jährige überhaupt beim tagelangen Trödeln vorzustellen – denn dafür sind ihrer Vorstellungen von der Zukunft einfach viel zu klar.

Annikas Ausflugstipp: Brandenburg liegt an der Havel, Annika liegt im Sommer gerne daneben. Und zwar auf einem Liegestuhl in der Brandenburger Innenstadt – nicht zu weit von der nächsten Eisdiele entfernt.

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