EDITORIAL : Hören statt frieren

Falls Sie aufgrund der Kälte und des arktischen Windes, der um die Berliner Häuserecken pfeifft, noch nicht in Osterstimmung sind, kein Problem. Erstens: Schauen Sie auf den Himmel. Blauer Osterhimmel! Zweitens: Es gibt ja die Musik! Musik verändert den Herzschlag, den Blutdruck, die Atemfrequenz, und das für Gefühle verantwortliche limbische System im Gehirn wird auch durch Musik angeregt. Musik kann helfen, ein Ostergefühl heraufzubeschwören, und zwar eines, das noch schöner ist als ein Ostern allein. Die richtige Musik ist wie die Summe aller Ostern. Selbst bei minus zehn Grad, selbst wenn die Kinder die Ostereier mit klammen Fingern unter harzigen Schneekristallen hervorkratzen müssen, wenn am Gründonnerstag in der Philharmonie Bachs Matthäus-Passion erklingt (in der Matthäus-Kirche übrigens auch), ist für mich Ostern. Das klappt natürlich nicht bei jedem. Wenn Sie Mozart bevorzugen oder lieber bei Popmusik an etwas erinnert werden möchten, das nur Sie etwas angeht, auch gut. Die Musik ist in dieser Woche jedenfalls besser als das Wetter. Birgit Rieger

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