EDITORIAL : Neue Chancen

In dieser Woche beginnt ein Event, das ich lange herbeigesehnt habe: die 7. Berlin Biennale. Oft genug bin ich in den letzten Monaten durch Ausstellungen gegangen und habe mich gefragt, ob ich zur Kunst überhaupt noch irgend etwas sagen kann. Außer dass ich regelmäßig vor künstlerischen Eingriffen, Kontextverschiebungen, Remakes, Kommentaren und Untersuchungen stehe, die mich überhaupt nicht berühren. Der Tiefpunkt war die Schau „Based in Berlin“ 2011. Da war die Leere so deutlich, dass ich dachte, es muss Absicht sein, ein Streik der inBerlin lebenden Künstler, um auf schlechte Produktionsbedingungen hinzuweisen. Und ich ich habe mich gefragt, warum ich überhaupt diesen ganzen Äußerungen hinterherjage und noch in Ausstellungen gehe, wo es doch dabei um gar nichts geht. Bei der Berlin Biennale, die am Donnerstag startet, geht es um etwas: Es geht um die Bedeutung der Kunst für uns alle und darum, wie man sie aus ihrer Leere und Folgenlosigkeit herausholen kann. Selbst wenn das scheitern sollte, bleibt es eine sehr gute Idee. Birgit Rieger

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