EDITORIAL : Neue Perspektiven

Dresden entwickelt sich immer mehr zur Musikmetropole, die international von sich reden macht. Jan Vogler und seine Dresdner Musikfestspiele haben wesentlich dazu beigetragen. Er hat frischen Wind in die Strukturen des Festivals gebracht und Fenster zur Welt aufgestoßen. Der Erfolg gibt ihm Recht. Ein Geheimnis dieses Erfolgs sind sicherlich die großen Namen, die er an die Elbe holt, aber auch sein Gespür für die Entdeckung und Förderung junger Talente aus der ganzen Welt. So war es auch kein Wunder, dass in den vergangenen drei Jahren seiner Intendanz die Themenwahl sehr international war. Mit den neu gewachsenen und etablierten Strukturen besinnt er sich aber auch immer wieder auf Dresden, seine Geschichte und Qualitäten und und in diesem Jahr ganz besonders auf die europäische Nachbarschaft. Und er präsentiert ein eigenes Festivalorchester in Anknüpfung an das legendäre Orchestra di Dresda am Hofe August des Starken. Wenn das keine Herausforderung ist.

Auch die Attraktivität der Dresdner Spielstätten macht die Musikfestspiele so beliebt. Es sind einerseits die touristischen Perlen der Stadt. Andererseits gibt es aber immer wieder neue Spielstätten zu entdecken – wie etwa die Synagoge oder das Eventwerk in diesem Jahr – kommen hinzu und bieten mittlerweile auch den Stammbesuchern neue Erlebnisse und Perspektiven.

Rolf Brockschmidt

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