EDITORIAL : Neues aus New York

Hip-Hop aus New York ist cooler als Hip-Hop aus Berlin, zumindest wenn der von Bushido kommt und saudumm ist. Von so einem Stuss und den müßigen Kommentaren, die Politiker und Schlagersänger im Sommerloch dazu abgeben, sollte man sich gar nicht ablenken lassen, ist nicht notwendig, denn es gibt auch in der Ferienzeit großartige Veranstaltungen – sogar mit klugen Hip-Hoppern. Der kleine Kunstraum Reh-Kunst, beheimatet in einer ehemaligen ostdeutschen „RaumErweiterungsHalle“ in Prenzlauer Berg (Kopenhagener Str. 17), hat über den Sommer das New Yorker Künstlerkollektiv This Red Door eingeladen und die wiederum lassen es richtig Krachen. Wenn die rote Tür offen steht, ist dort was los, Lesungen, Konzerte, Dinnerparties. Am Freitag ab 17 Uhr gibt es eine Party mit Drinks und Leckereien, und am Samstag um 20 Uhr kommt der New Yorker Rapper Beans zur Plauderei. Früher trat er mit der Gruppe Anti Pop Consortium auf, nun wandelt er mit minimalistischem, intelligentem Hip-Hop auf Solopfaden. Von Bushido hat der sicher noch nie was gehört. Birgit Rieger

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