EDITORIAL : Neues vom Netzwerk

Gute Nachrichten für den seit seinem Börsengang ins Trudeln geratenen Onlinegiganten Facebook: Der Kino- Attentäter von Aurora war weder bei Facebook noch bei Twitter registriert. Findige Wissenschaftler behaupten, dass Passivität oder gar Absenz in den sozialen Netzwerken ebenso auf psychische Störungen hindeuten können wie exzessive Internetnutzung. Glaubte ich bislang, mein Desinteresse an Ballerspielen würde mich zum Inbegriff des unverdächtigen Staatsbürgers machen, muss ich jetzt wohl umdenken. Wenigstens habe ich seit einigen Monaten einen Facebook-Account, aber die Zahl meiner Online-Freunde stagniert auf niedrigem zweistelligen Niveau. Und habe ich überhaupt schon Aktivität gezeigt und mich nicht nur am galoppierenden Unsinn der befreundeten Aktivisten erfreut? Eben. Womöglich bin ich längst im Visier irgendwelcher Rasterfahnder. Allerdings dürfte es etwa 60 Millionen Deutschen ähnlich ergehen. Die sind nämlich alle gar nicht bei Facebook. Manche haben womöglich noch nicht mal Internet. Schockierend. Und sehr verdächtig.Jörg Wunder

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