EDITORIAL : Zeichen der Hoffnung

G a Bartels

Alle, die glauben, dass das kommende Jahr ein Fest wird, bitte mal die Hand heben! Na los doch, höher, damit man’s auch sehen kann. Hm, kaum Hände zu sehen. Eigentlich gar keine, wenn man’s genau nimmt. Tja, da haben die Rezessionsprognostiker, Galaabsager, Einsparer und Angsteinjager ja mal wieder ganze Arbeit geleistet. Und dabei weiß doch jeder Gallier, dass man nichts fürchten muss, außer dass einem womöglich der Himmel auf den Kopf fällt. Wofür aber keinerlei Datum gesetzt ist. Also bin ich dafür, zu glauben, dass 2009 ein Fest wird. Erstens aus Trotz, zweitens, um die Untergangspropheten zu widerlegen, und drittens, weil sich die Zeichen der Hoffnung mehren, wie es zu Weihnachten immer geschieht. Ich habe nämlich beim Wichteln einen kleinen Hirsch geschenkt bekommen. Der ist aus Plastik, mit rosa Samtersatz bezogen und „handmade in Germany“. Dass es sowas noch gibt! Außerdem war ich dabei, als ein Showmaster von einer Dame im Publikum ihren Namen wissen wollte. Ihre Antwort: „Uschi“. Super, Uschi! Hört auf mich, Leute, 2009 wird ein Fest. Gunda Bartels

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