EDITORIAL : Zuhören und helfen

Die Flut ist da, und wie bei jeder Katastrophe droht mehr in ihren braunen Fluten zu versinken als Hab und Gut allein. Hinsehen ohne zu gaffen, helfen ohne dabei zu vergessen, die nötigen Fragen zu stellen. Darüber kann man sich klar werden, wenn man am Samstag dem Benefizkonzert im Berliner Dom für Hochwasseropfer in Halle lauscht (15.6., 20 Uhr, Tickets kosten 16 €, ermäßigt 10 €). Gesammelt wird für die Stiftung Händel-Haus und die evangelische Kindertagesstätte Sankt Georgen in der Saalestadt, die im Schlamm versunken ist. Die Händel-Festspiele mussten für dieses Jahr abgesagt werden, das Festival steht damit vor dem finanziellen Ruin. Mitglieder des Händel-Festspiel-Orchesters treten nun zusammen mit der Berliner Domkantorei und weiteren Berliner Chören auf. Die Folgen der Flut sind noch unabsehbar. Doch im Berliner Dom, direkt an der Spree gelegen, ist viel Raum. Zum zuhören und nachdenken, zum Applaus und Geld spenden. Und auch dafür, hinter der vermeintlichen Naturkatastrophe unseren katastrophalen Umgang mit der Natur zu entdecken. Ulrich Amling

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!