Zeitung Heute : Eier-Kartoffel-Gratin

Von Kurt Jäger

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So viel Ostereier, wie man anmalt, kann man ja meist gar nicht essen. Spätestens übermorgen will niemand mehr welche zum Frühstück. Was also mit den Resten tun? Ganz einfach: Stecken Sie sie ins Kartoffelgratin.

Dazu schäle ich ein gutes Pfund Kartoffeln, 600 Gramm für vier Personen; meine persönliche Lieblingssorte ist die King Edward, aber mit jeder halbfesten Kartoffel liegen Sie richtig. Die werden roh in Scheiben geschnitten. Jetzt schwitze ich eine klein geschnittene Schalotte und eine Knoblauchzehe in Butter glasig an, und gebe Sahne (200 Milliliter) und Milch (300 Milliliter) dazu, würze das Ganze mit Salz und Pfeffer und meinem Lieblingsgewürz, Kardamon – das ist wesentlich interessanter als Muskat. Einmal aufkochen lassen, drei, vier Minuten weiter köcheln, dann sind die Kartoffelscheiben schon halb gar und die Sauce durch die Stärke schön dick.

Eine Auflaufform fette ich jetzt mit Butter ein, streue Brösel drauf, und dann: die Hälfte der Kartoffeln, dann die Eier, acht insgesamt, in Scheiben, und oben drauf Sardellenfilets, eine kleine Dose (wer mag, auch mehr). Am besten die von Abba, da sind die Filets nicht in Öl eingelegt, sondern in einem würzigen Sud, die Dosen kriegt man in guten Lebensmittelgeschäften. Jetzt die andere Hälfte der Kartoffeln, den Sud aus der Sardellendose drüber und ab in den Ofen: 25, 30 Minuten bei 180 Grad, und man hat ein wunderschönes Kartoffelgratin. Dazu gibt’s einen Salat mit Senfmarinade und Kräutern, Dill zum Beispiel, das hat was Prickelndes.

Kurt Jäger befindet sich auf kulinarischer Europareise

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