Zeitung Heute : Ein böses Spiel

Der Tagesspiegel

Betrifft: Rettung der Bankgesellschaft Berlin durch die Landesbürgschaft

Bankgesellschaft Berlin: Das schmeckt nach „ehrenwerter Gesellschaft“, klingt nach einem unbeschreiblichen Selbstbedienungsladen für privilegierten Geldadel und korrumpierte Politik, wie man lesen kann. Pest und Cholera zusammen – nicht Pest oder Cholera!

Was ist das überhaupt für eine Bank(gesellschaft), die einen Bürgen akzeptiert, der seit vielen Monaten öffentlich verkündet, dass er restlos Pleite ist? Ein Bürge, der seinen Bürgern und Bediensteten Sparsamkeit und Lohnverzicht abverlangt, kein Geld für das Gemeinwesen und vieles mehr hat, und mit fünfstelligen Summen pro Einwohner verschuldet ist.

Wird da etwa mit Geld gebürgt, was man mir als Steuerzahler noch nicht entrissen hat, frei nach dem alten Motto: Wir verpfänden unser Oma ihr klein Häuschen? Warum nicht mit den Schwindel erregenden Renditen, die sich die Schadensverursacher und Spekulanten in ihre Taschen gewirtschaftet haben?

Ein böses Spiel der Umverteilung von Vermögen von unten nach oben ist das. Da wird aus meinem Land ein richtiger Schweinestall gemacht.

Bernhard H. Behrens, Berlin

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