Zeitung Heute : Ein bolleriger Jogginganzug als Köder

Esther Kogelboom über den polnischen Hemingway

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Marcin Baszczynski hat offenbar auch nach der Niederlage gegen die deutsche Mannschaft die Ruhe weg. Das Bild zeigt den polnischen Spieler vor dem Gilde Sport Hotel Fuchsbachtal in Barsinghausen – auf dem Weg zum Fischen.

Dafür hat er sich Baszczynski extra in einen unauffälligen Puma-Jogging-Anzug gewandet, der ihn aufgrund seiner bollerigen Hose endgültig für die Laubenpieper-Auswahl und einen Expertenjob beim FAB-Angelmagazin „Hechtsprung“ qualifiziert. Über der Schulter hängt eine nicht ganz so unauffällige Tasche, in der der Pole vermutlich ein paar würzige Madenbällchen und sonstige Lebendköder mit sich führt.

Baszczynski sucht also die Entspannung in der freien Natur, bei der Jagd, statt an der Playstation rumzudaddeln wie seine Kollegen. Das ist toll und zeugt von einem ausgeglichenen Charakter. Die Frage ist nur: Wo genau will er eigentlich hin? Denn aus der Mitte von Barsinghausen entspringt definitiv kein Fluss.

Der einzige Hinweis auf eine Blinker-Community in dem Nest, das in der Nähe von Hannover liegt, liefert der ortsansässige Angelverein namens „Lachender Karpfen e. V.“. Der Vereinsvorsitzende war bis Redaktionsschluss nicht erreichbar, die Rezeptionistin des Hotels darf nichts sagen. Und der Storch lacht sich weiter kaputt.

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